Alles über den Rückenschmerz

Jeder dritte bis vierte Erwachsene leidet unter Rückenschmerzen. Etwa vier von fünf Erwachsenen hat zumindest einmal im Leben Rückenschmerzen. Alleine in unseren Breitengraden leiden also Millionen von Menschen an Rückenschmerzen, bei einem hohen Prozentsatz treten die Schmerzen chronisch auf, können also nicht zufriedenstellend behandelt werden.

Starke Einschränkung der Lebensqualität

der rücken leidet am schreibtischRückenschmerzen sind aber nicht nur unangenehm und nervig, sondern in der Regel auch eine schwere Belastung, welche die Lebensqualität stark einschränkt. Denn der Rückenschmerz betrifft nicht nur die Freizeit, in der Betroffene oft keine Möglichkeit mehr haben Sport zu machen. Denn allein schon der Gedanke an eine körperliche Bewegung kann die Schmerzen noch viel intensiver machen. Doch mehr als nur das, in vielen Fällen stören die Schmerzen auch bei der Arbeit, und dies spiegelt sich natürlich auch in der Arbeitsleistung wieder. Nicht selten führen die Rückenschmerzen sogar zum vorzeitigen Pensionsantritt, weil man die Arbeit einfach nicht mehr zufriedenstellend erledigen kann.

Die verschiedenen Schmerzarten

90% der Rückenschmerzen sind unspezifische Rückenschmerzen, dass heißt es kann keine organische oder psychische Ursache dafür gefunden werden. Dies bedeutet nicht, dass der Schmerz nur eingebildet ist, dieser ist wirklich da, aber man kann ihn nicht mit einer Operation beheben. Deswegen erfolgt meistens eine Behandlung durch Kombination von schmerzstillenden Medikamenten, Lebensstiländerungen und Physiotherapie. Dabei zählt vor allem, dass man versucht so fit wie möglich zu bleiben. Körperliche Bewegung ist anfangs zwar sehr schwierig und oft schmerzhaft, aber bei regelmäßiger Bewegung können die Rückenschmerzen in vielen Fällen gelindert werden.

Operationen gegen spezifische Schmerzen

Etwa 10% der Schmerzen sind spezifisch mit einer klar definierten Schmerzursache. Diese können unter Umständen mit einer Operation behoben werden. In vielen Fällen kommt es durch Abnützungen an der Wirbelsäule zu einem so genannten Bandscheibenvorfall. Dabei drückt eine Bandscheibe auf einen Nerven, der aus dem Rückenmark austritt. Die Schmerzen sind in vielen Fällen nicht nur am Rücken, sondern strahlen bis ins Bein aus.

Unter gewissen Umständen kann hierbei eine Operation die Lösung der Schmerzen darstellen. Doch in der Regel wird nur operiert, wenn eines der folgenden Kriterien erfüllt ist:

  • Symptome, die darauf hinweisen, dass das Rückenmark komprimiert wird
  • Schwere oder zunehmende Lähmungen
  • Symptome, die auf eine Kompression des unteren Rückenmarks hinweisen (Cauda equina)
  • Abnehmende Schmerzen bei zunehmenden Lähmungen

Auf jeden Fall sollte man vor einer Operation immer einen Spezialisten aufsuchen und eine gute Diagnostik durchführen lassen. Eine eigene Klinik, die sich mit Ihrem Bandscheibenvorfall beschäftigt, findet sich hier.

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